Am 3. und 4. Mai 2008 findet das alljährliche Treffen der Gebirgsjäger im bayerischen Mittenwald statt. Es handelt sich dabei um die größte soldatische Feier in Deutschland, auf der sich bis heute juristisch unbehelligt gebliebene Kriegsverbrecher, Angehörige der Bundeswehr und die politische Elite ein Stelldichein geben. Die in Mittenwald stationierten Gebirgsjäger waren während des Nationalsozialismus eine Eliteeinheit, die unter anderem zur „Partisanenbekämpfung“ eingesetzt wurde - was in der Praxis bedeutete, die Zivilbevölkerung in von der Wehrmacht besetzten Gebieten zu massakrieren und ganze Dörfer auszulöschen. Gebirgsjägereinheiten waren unter anderem in Italien, Frankreich und Griechenland für Massaker verantwortlich. Die Verbechen der Gebirgsjäger werden auf der Feier verschwiegen und die Tradition des deutschen Militarismus hoch gehalten.
Samstag, 3. Mai 2008
Demonstration in Mittenwald
Kundgebungen mit ZeitzeugInnen-Beiträgen (angefragt) (Beginn 12:00; Dekan-Karl-Platz/Mittenwald - Abschlusskundgebung ca. 15:00 vor der Kirche/Mittenwald)
Nachmittags dezentral gehaltene Kreativaktionen.
19 Uhr im Cafe Marat Film „Ein Lied für Argyris“ von Stefan Haupt
Sonntag, 4. Mai 2008
Kundgebung 10:00-14:00 Uhr vor dem Gasthof Gries in Mittenwald
Protest wegen der Versammlung der Gebirgsjäger auf dem Hohen Brendten
Weitere Informationen und den Aufruf gibt es hier, einen Artikel über die Verstrickung von Bundeswehr und Politik in die Feier des Kameradenkreises gibt es hier.