Bonn: Nazi-Demonstration und Gegenaktionen
Mittwoch, 16.07.2008
Am Samstag, 12. Juli 2008 fand in Bonn-Duisdorf ein Nazi-Aufmarsch statt, der auch von der faschistischen NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands) unterstützt wurde. Daran beteiligten sich etwa 230 FaschistInnen. Ein völlig überzogener Polizeieinsatz gewährleistete, dass den FaschistInnen die Straße überlassen wurde und sie unbehelligt von ungefähr 3000 antifaschistischen GegendemonstrantInnen marschieren konnten.
Versammlungsleiter der faschistischen Demonstration war Christian Malcoci aus dem Rheinkreis Neuss, der seit fast 30 Jahren in der militanten Nazi-Szene aktiv ist, zuletzt als Parteisekretär der niederländischen Nazi-Partei NVU (Niederländische Volks-Union). Unterstützt wurde Malcoci vom Düsseldorfer Sven Skoda. Als Redner der FaschistInnen traten neben Malcoci, der die Auflagen verlas, sowie Skoda auch der Vorsitzende der nordrhein-westfälischen NPD, Claus Cremer aus Bochum, sowie der Kölner Kameradschaftsführer Axel Reitz in Erscheinung. Außerdem wurde ein Grußwort des US-amerikanischen NSDAP/ AO-Vorsitzenden Gary Rex Lauck (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei/ Auslandsorganisation) verlesen.
Die Polizei sorgte für einen reibungslosen Abblauf der faschistischen Demonstration. So kesselte sie etwa 300 antifaschistische GegendemonstrantInnen inklusive des Lautsprecherwagens ein und verweigerte ihnen, ihre zuvor genehmigte Demonstration anzutreten. Dabei wurden einige durch den Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken verletzt.
Nach Beendigung des Nazi-Aufmarsches kam es zu Übergriffen auf AntifaschistInnen seitens der FaschistInnen (1, 2).
|
|
|