Neuer Mietvertrag für die KTS
Donnerstag, 15.11.2007
Lover or Hate Parade 2004
In ihrer Ausgabe vom 15.11. legt die Badische Zeitung Details aus dem Entwurf des neuen Mietvertrags zwischen der Bahn, der Stadt und der KTS offen. Der neue Mietvertrag soll unbefristet sein, allerdings mit neunmonatiger Kündigungsfrist. Die KTS konnte sich außerdem mit ihrer Forderung nach mehr Fahrradstellplätzen und damit einer Vergößerung der Außenfläche durchsetzen. Die Stadt wird der neue Vertrag teuer zu stehen kommen: Die Bahn will den Mietpreis in den nächsten zwei Jahren um 60 % erhöhen.
In einem Kommentar zum Vertragsentwurf schreibt die BZ:
Damit es ruhig bleibt — Mietvertrag für die KTS
Es ist ruhig geworden um die KTS. Keine Beschwerden wegen Ruhestörung, keine Schmierereien auf Bahnwaggons, keine Demos. So gesehen gibt es zumindest keinen Grund mehr, die Linksautonomen aus ihrem Zentrum vertreiben zu wollen. [...] Sauer stößt dabei nur die Mieterhöhung auf: satte 60 Prozent innerhalb von zwei Jahren. Da darf man schon die Frage stellen, ob die KTS das Geld überhaupt wert ist. [...]
Aber:
[Es] obliegt dem Oberbürgermeister, über das Mietverhältnis zu bestimmen. Und der hat sicher Respekt davor, die KTS-Leute vor den Kopf zu stoßen. Den Aufstand der Autonomen im Jahr 2004, nachdem die Bahn ihre Kündigung ausgesprochen hatte, möchte man nicht erneut heraufbeschwören. Und nicht zuletzt hat das Autonome Zentrum seine Daseinsberechtigung: Bis zu 300 Leute tummeln sich dort bei Partys, zig aktive KTSler engagieren sich in politischen und sozialen Gruppen. Das Zentrum erfüllt eine Ventilfunktion für die linksautonome Szene. Wer will, dass die KTS ruhig bleibt, muss sie unterstützen.
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