Best of Oettinger
Donnerstag, 08.11.2007
Das Online-Portal hagalil.com hat unter der Überschrift „Wir können alles - außer Geschichte“ eine Sammlung der bemerkenswerten Äußerungen über die deutsche Geschichte von seiten des Ministerpräsidenten Baden-Württembergs vorgelegt. Neben den jüngsten skandalösen Ausführungen über seinen im Nationalsozialismus verankerten Vorgänger Filbinger und seinen Beiträgen zum deutschen Liedgut fällt vor allem seine messerscharfe Analyse der faschistischen Wehrmacht ins Auge. Gegen die Ausstellung „Verbechen der Wehrmacht“ wandte er ein: „Es entsteht sehr leicht der Eindruck, dass der, der als Soldat bei der Wehrmacht war, an Verbrechen des Hitlerregimes beteiligt gewesen ist und dieser Eindruck ist, glaube ich, falsch und ungerecht, und deswegen sind wir gegen die Ausstellung.“ Da ist es nur konsequent und völlig im Einklang mit dem christdemokratischen Geschichtsbild, keinen Unterschied zu machen zwischen Nazis und AntifaschistInnen und sich in diesem politischen wie juristischen Amoklauf nur widerwillig vom Bundesverfassungsgericht stoppen zu lassen.
Am 17. November wird es in Freiburg eine Gelegenheit geben, dem Geschichtskenner Oettinger persönlich die Hand zu schütteln.
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