Antifaschistische Aktion Freiburg

Free Tibet from the Lamas

Friedfertigkeit ist nur Fassade - Tatsächlich steht der Dalai Lama für Gewalt und gegen die Errungenschaften der Aufklärung

Der Dalai Lama bedient mit seinen mediengerecht inszenierten Botschaften von Frieden, Liebe und Toleranz eine verbreitete Zivilisationsmüdigkeit. Für viele seiner ZuhörerInnen verkörpert sein marketingmäßig aufgebautes Image die romantische Sehnsucht nach einem einfachen Leben, das von der Unbill der Moderne unberührt ist.

Doch hinter der von ihm hoch gehaltenen Botschaft von Frieden und Toleranz verbirgt sich bei näherer Betrachtung eine durch und durch unfriedliche und undemokratische Praxis. Einerseits ist das so genannte geistige und politische Oberhaupt der Tibeter nie demokratisch gewählt worden. Als kleiner Junge wurde er auf Grund eines okkultistischen Rituals zum Staatsoberhaupt erkoren. Zum anderen billigte der „gewaltfreie“ Dalai Lama den von 1958 bis 1973 gegen die Chinesen geführten bewaffneten tibetischen Untergrundkampf und begrüßte die indische Atombewaffnung.

Das „alte Tibet“ vor 1950 war alles andere als idyllisch. Unter der feudalen Herrschaft der Lamas, der buddhistischen Priester, lebte die brutal ausgebeutete Bevölkerung in bitterster Armut und wurde durch grausame Strafen für kleinste Vergehen bei der Stange gehalten. Der tibetische Buddhismus ist extrem frauenfeindlich. Beispielsweise schlossen die „sexualmagischen, spirituellen“ Praktiken des tibetischen Tantra die Vergewaltigung junger Frauen und sexuellen Kindesmissbrauch ein. Die freundschaftlichen Beziehungen der buddhistischen Herrscher Tibets zu den Nationalsozialisten finden ihre Fortsetzung in den guten Beziehungen des Dalai Lama zu Vertretern rassistischer und antisemitischer Esoteriksekten. So war Shoko Asahara, Gründer der japanischen AUM-Sekte und Hauptverantwortlicher für den tödlichen Giftgasanschlag auf die U-Bahn von Tokio im März 1995, ein Schützling des Dalai Lama.

‚Tibet den Tibetern‘ – und was haben Sie dann noch gegen ‚Deutschland den Deutschen‘?

Auch zu rechten Parteien in Europa unterhält der Dalai Lama gute Kontakte. Ende September 2007 hatte der „Gottkönig“ hochrangige Vertreter der Südtiroler Volkspartei nach Dharamsala eingeladen, um sich fachkundig beraten zu lassen. Erste Kontakte zur rechten Südtiroler Volkspartei (SVP), die es als ihre Hauptaufgabe betrachtet, „das Heimatrecht der angestammten Bevölkerung zu verteidigen und das Land vor Überfremdung zu bewahren“, hatte er bereits zehn Jahre zuvor bei einem Besuch in Bozen geknüpft. Südtirol, so die „Leuchte der Weisheit“, habe für Tibet „Vorbildcharakter“.

Bei genauem Hinsehen entpuppt sich der „gewaltfreie“ Dalai Lama als Vertreter einer gewaltträchtigen Politik, die sich gegen das Recht auf ein selbst bestimmtes Leben wendet und stattdessen die Unterwerfung unter Gruppenzwänge fordert.

Daher kann für Menschen, die ein Interesse an Emanzipation und individueller Freiheit haben, die Verehrung einer religiösen Ikone keine Option sein. Vielmehr müsste die radikale Kritik am Herrschaftsanspruch einer undemokratischen, auf feudalen Traditionen beruhenden Sekte der Anfang und die erste Bedingung des Kampfes um Befreiung sein!

Antifaschistische Aktion Freiburg

Mai 2008

Ausführliche Informationen: 1 und 2

Der Text basiert weitgehend auf einem Flugblatt der Aktion 3. Welt Saar.

Am Mittwoch, den 17. September findet im Rahmen der Antifa-Kneipe „Apparatschik“ um 20 Uhr eine Veranstaltung zum Thema statt.

2. Mai 2008 - DruckansichtURL - Top
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